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Bezeichnung und Kultur
Die botanische Bezeichnung für die Tigernuss lautet Cyperus esculentus. Ein leicht mandelartiger Geschmack war ausschlaggebend für die deutsche Bezeichnung Tigermandel. Andere Namen sind Chufa-, Gras-, Ried- oder Zulunuss. Botanisch handelt es sich um eine unterirdische Sprossknolle, die in etwa eichelgroße ist. Sie besitzt eine runzelige, schwarzbraune Haut. Diese muss vor der Verwendung entfernt werden.
Die Tigernuss gedeiht in warmen klimatischen Verhältnissen auf lockeren Böden. Trockenheit verträgt sie gut, weswegen sie auch im Süden Spaniens kultiviert werden kann. Die Sprossknollen entwickeln sich innerhalb von etwa fünf Monaten. Ein Teil wird verarbeitet, ein kleiner Teil wird als Saatgut zurückbehalten.
Herkunft und Geschichte
Die Erdmandel wurde von den Arabern nach Südeuropa mitgebracht. Trotz ihrer vielfachen Verwendung gilt sie auf Grund ihrer raschen Vermehrung, die sich kaum mehr kontrollieren lässt, heute eher als Unkraut, denn als Nutzpflanze. Bei den Ägyptern war sie jedoch als Heilpflanze bereits vor 4000 Jahren bekannt.
Verwendung
Die Knöllchen – Nüsse – können roh, geröstet oder auch gekocht verzehrt werden. Sie dienen auch der Gewinnung eines hochwertigen Speiseöls. In Spanien ist die sogenannte Erdmandelmilch als Horchata bekannt.
Auch der direkte Verzehr der „Nüsse“ ist üblich. Getrocknet sind die Knöllchen über einen längeren Zeitraum hinweg haltbar. Gerne werden auch sogenannte Erdmandelflocken verwendet. Die Erdmandelflocken haben einen hohen Anteil an Ballaststoffen und fördern somit die Verdauung. Sie besitzen viele wertvolle Mineralstoffe, Vitamin E und einen hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Daher wird ihnen ein positiver Effekt auf den Cholesterinspiegel zugeschrieben.
Erdmandelmehl ist glutenfrei und damit ein guter Ersatz für Weizenmehl. Das Mehl kann ebenso wie die Flocken zum Backen verwendet werden oder es werden Müsliriegel hergestellt.
Auch in der Kosmetik wird die Tigernuss eingesetzt. Basis hierfür ist das Tigernussöl, das in Seifen, Duschgelen und Badezusätzen verwendet wird.
Tigernüsse sind auch bei Karpfenanglern bekannt. Karpfen scheinen fast süchtig nach den kleinen Knollen zu sein und beißen sehr gut an.